Rupprecht-Gymnasium

Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium

Muss ich immer die Wahrheit sagen oder darf man zur Not lügen? Warum muss ich mich an Regeln halten? Ist die Welt wirklich so wie wir sie wahrnehmen? Was ist gerecht? Sind Menschen auch nur Tiere? Oder was ist der Unterschied? Bin ich eigentlich frei in meiner Entscheidung?
Oder in den berühmten Formulierungen des Philosophen Immanuel Kant: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was ist der Mensch? Was darf ich hoffen?

 

Mit solchen oder ähnlichen Fragestellungen wollen wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in altersgerechter Weise Orientierung  geben  und Antworten finden auf Probleme, die die Menschheit schon lange beschäftigen, aber uns auch heute noch in unserem Alltag bewegen. Deshalb versuchen wir, diese Fragen aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Schüler im Alltag, Familie und Schule zu entwickeln. So lässt sich die Frage „Was brauche ich, um zufrieden zu sein?“ auch mit Fünftklässlern diskutieren und die Bedürfnislehre des griechischen Philosophen Epikur bietet immer wieder Anlass zu gewinnbringenden Gesprächen. Auf diese grundlegenden Fragen  haben bedeutende Denker wegweisende – aber auch widersprüchliche – Antworten gegeben oder – wie wir sagen – Denkmodelle bereitgestellt. Solche Überlegungen zu Moralprinzipien oder zur Sinnfrage,  die große Philosophen wie Sokrates, Aristoteles, Kant oder Rawls, um nur einige zu nennen.  angestellt haben, können zum Maßstab für eigene Überlegungen und zu einer Orientierungshilfe für das eigene Leben werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts sind auch die verschiedenen Weltreligionen mit ihren fundamentalen Fragen und Deutungsversuchen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Zusammenleben der Menschen, Völker und Kulturen. Die Erziehung zu Toleranz, Weltoffenheit und zur Fähigkeit, sich in die Perspektive eines anderen zu versetzen, sind wesentliche Ziele des Ethikunterrichts.