Rupprecht-Gymnasium

Naturwissenschaftlich-technologisches und
Sprachliches Gymnasium

„Ihr gebt mir die Kraft, zu erzählen“

Abba Naor, Zeitzeuge des Holocaust, am Rupprecht-Gymnasium

Bevor noch der Tag der Opfer des Nationalsozialismus, der 27. Januar 2020, (75 Jahre Befreiung von Auschwitz) begangen werden konnte, besuchte Herr Naor (91), als Jugendlicher Zeitzeuge des Holocaust, unser Rupprecht-Gymnasium, um auf Einladung des P-Seminars „Denkmal“ den versammelten 9. und 10. Klassen näher zu bringen, wie es war als Jude zur Zeit der nationalsozia- listischen Diktatur in Deutschland, was er und seine Familie zu leiden hatten und wie das Überle- ben gelingen konnte.


Seine Geschichte beginnt in einer Kleinstadt in Litauen. Dort erfährt er das erste Mal, wie aus al- ten Nachbarn plötzlich antisemitisch feindselige Verfolger werden. Die Familie flieht vor den Litau- ern, den Russen und bald darauf vor den Deutschen. Er erlebt als Halbwüchsiger die Umwand- lung seiner Heimatstadt in ein jüdisches Ghetto und dort erste Selektionen, was für ihn vor allem den allmählichen Verlust von immer mehr Familienangehörigen bedeutet. Seinem kleinen Bruder sichert das vorbereitete Versteck im Kachelofen vorläufig das Überleben. Nach der Deportation ins KZ Stutthof wird die Familie endgültig auseinandergerissen. Der letzte Blick auf Mutter und jüngeren Bruder am 26. Juli 1944 ist ebenso unvergesslich wie die verzweifelte Überlegung: Wenn das Stauffenberg-Attentat sechs Tage davor gelungen wäre, so hätten beide überlebt. Das 13. bis zum 17. Lebensjahr verbringt Herr Naor in diversen KZ-Arbeitslagern, zuletzt in Utting am Am- mersee, in Kaufering und danach in Dachau, ohne Schulbildung, mit ständigem Hunger, bei harter körperlicher Arbeit, während rohe Schikanen drohen, immer nur mit dem Ziel, den nächsten Tag zu überleben.
Was lässt einen da überleben?, so kann man fragen. Träume, ist seine Antwort, der Zusammen- halt unter den litauischen jüdischen Häftlingen, die sich in Utting zufällig treffen, die Suche nach dem Vater, von dem man weiß, dass er auch in Süddeutschland sein muss. Aber auch - ganz wichtig - der Zufall, der einen Küchenjob bringt oder die Position als Lokführer zwischen Arbeits- lager und Bahnhof und damit kleine Vergünstigungen, kleine Vorteile, die den ganz großen Unter- schied ausmachen können.
Aber überleben wollte er immer. Sehr ehrlich, sehr authentisch, erzählt und erinnert sich Herr Naor an die alten Erlebnisse und bringt immer wieder einen starken Zoom auf Details, der alles plas- tisch wirken lässt und den die Zuhörer und auch er selber erst einmal aushalten müssen. Dabei stellt er nur dar, ohne jede Anklage und ohne jede Bevormundung. Jeder Jugendliche darf sich selber denken, was er von den Vorgängen hält. Die Botschaft bleibt immer positiv und menschen- freundlich. Sogar als in der abschließenden Fragerunde die antisemitischen Strömungen unserer Zeit angesprochen werden, lässt sich der alte Zeitzeuge nicht zur Anklage oder Abwertung hinrei- ßen. Seine Antwort lautet: Wer Antisemit ist, hat selber ein Problem, denn er muss mit dem Hass leben. Und Hass bedeutet nie etwas Gutes. Er freut sich, dass er heute seine Urenkel zählen kann, zeigt sogar den Schülern Fotos von ihnen. Und seine Botschaft an unsere Schüler ist eine Botschaft der Freiheit und der Menschenfreundlichkeit. Immer wieder wiederholt er:

„Das Leben ist eine feine Sache. Mach etwas daraus.
Du hast nur eines.
Und das reicht ja auch.
Das Leben ist eine feine Sache.“


Herr Naor hat durch seine Einblicke in seine beeindruckende Lebensgeschichte nicht nur die Schülerinnen und Schüler unglaublich berührt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag für unse- re menschliche Gesellschaft gelegt.

Dr.Regina Unger für die Fachschaft Geschichte

Abba Naor 2019 21 01 2aw
Abba Naor 2019 21 01 4aw

 

Schulaufgabentermine

Aktuelle Termine

20.04.202013:45-16:45 Eltern und Ehemalige berichten aus der Berufswelt
für die Q11 in C3, C7 und C8
21.04.2020 9e: Exkursion Gedenkstätte Dachau
21.04.2020 - 28.04.2020 Austausch mit Bologna
Schüler des RG in Bologna
22.04.2020 Infoabend für die Eltern der zukünftigen 5. Klassen
in der unteren Turnhalle

Aktuelle Beiträge



Weitere Informationen zur OGTS

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Informationsbrief und Anlaufstellen

Anlaufstellen im Notfall

Unter folgendem Link finden Sie wichtige Anlaufstellen für Notfälle verschiedener Art: Anlaufstellen im Notfall

 

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Zeitzeugengespräch mit Abba Naor

„Ihr gebt mir die Kraft, zu erzählen“

Abba Naor, Zeitzeuge des Holocaust, am Rupprecht-Gymnasium

Bevor noch der Tag der Opfer des Nationalsozialismus, der 27. Januar 2020, (75 Jahre Befreiung von Auschwitz) begangen werden konnte, besuchte Herr Naor (91), als Jugendlicher Zeitzeuge des Holocaust, unser Rupprecht-Gymnasium, um auf Einladung des P-Seminars „Denkmal“ den versammelten 9. und 10. Klassen näher zu bringen, wie es war als Jude zur Zeit der nationalsozia- listischen Diktatur in Deutschland, was er und seine Familie zu leiden hatten und wie das Überle- ben gelingen konnte.

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Weihnachtskonzert 2019 in der Christuskirche

Am 12.12.19 fand das alljährliche Weihnachtskonzert des Rupprecht Gymnasiums statt.

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Musical "A Rebellious Bird"

Informationen rund um unser Musical "A Rebellious Bird"


Liebe Freunde von Musik und Theater,


schön, dass Sie sich für "A Rebellious Bird" interessieren. Dahinter verbirgt sich eine Musiktheater-Produktion des Rupprecht-Gymnasiums München nach Motiven der Oper "Carmen" von Georges Bizet aus dem Jahr 1875.

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Umweltschule 2018/2019

In der Auszeichnungsveranstaltung am 09.12.19 überreichte der Bayerische Minister für Unterricht und Kultus, Herr Prof. Dr. Michael Piazolo, dem erfolgreichen Rupprecht-Gymnasium die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/2019“ mit dem Prädikat zwei Sterne (von drei möglichen).

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Fünf strahlende Sieger stehen fest. Vorlesewettbewerb Deutsch der 6. Klassen

Zunächst haben sich unsere Vorleser in ihrer Klasse und am 4. Dezember 2019 dann vor allen 6. Klassen der Schule mit ihrem lebendigen Vortrag durchgesetzt und das selbstgewählte, vorbereitete Buch wie auch danach eine unbekannte Szene aus Raquel J. Palacios Roman Wunder überzeugend präsentiert.  

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Krankmeldung

Eine Krankmeldung ist telefonisch ab 7:15 Uhr im Sekretariat 1 möglich.

 

Sekretariat 1
089 / 12 11 52 9-0

 


 

Krankmeldung Oberstufe

 

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SMV Fahrt 2019

Wie jedes Jahr ist die SMV eine Woche vor den Herbstferien nach Bayrischzell in die Jugendherberge gefahren.

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